Pena.ger e.V. Menschenrechte

Fawziya Saydo.

Genozidüberlebende & Menschenrechtsaktivistin

Am 3. August 2014 überfiel der sogenannte Islamische Staat (IS) die Region Sinjar (Şingal) im Irak, tötete zahlreiche Jesid:innen und verschleppte tausende Frauen und Mädchen, die als Sexsklavinnen missbraucht wurden. Unter ihnen war auch Fawziya Saydo, die zu diesem Zeitpunkt erst neun Jahre alt war.

Sie wurde zunächst nach Syrien entführt, anschließend in die Türkei und später nach Ägypten verschleppt. Nach über zehn Jahren wurde sie schließlich im Gazastreifen aufgefunden. Dort gelang ihr die Flucht. Seit Februar 2025 lebt sie in Deutschland.

Hier ist Fawziya Saydo nicht nur Ratsuchende, sondern auch eine geschätzte Freundin und Kollegin bei Pena.ger e.V.. Sie setzt sich aktiv dafür ein, die Stimmen unterdrückter Frauen hörbar zu machen – insbesondere die der jesidischen Frauen. Bereits jetzt hat sie als Sprecherin an bedeutenden Veranstaltungen teilgenommen, unter anderem im Deutschen Bundestag sowie bei den Vereinten Nationen in Genf.

Portrait Fawziya Saydo
26. Juni 2026 • Palais des Nations, Genf

Women’s Rights under Extremism and Conflict

Auf der offiziellen Begleitveranstaltung von UN Watch zur 62. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats schilderte Fawziya ihr Schicksal als Versklavte des IS. Sie richtete einen eindringlichen Appell an die deutsche Bundesregierung, ihrer schwer kranken Mutter und ihrem Bruder aus humanitären Gründen die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen.

UNCTAD Ministerkonferenz

Zu Gast in Genf bei der UNCTAD-Konferenz

Im Oktober 2025 fand in Genf die sechzehnte ministerielle Tagung der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen unter Schweizer Vorsitz statt, zu der ich eingeladen wurde.

Zu Besuch im Deutschen Bundestag

Einblick in das politische Berlin

Im März 2025 war ich zu Besuch beim Deutschen Bundestag in Berlin. Ein wichtiger Moment, um auf die politische Dimension unseres Kampfes aufmerksam zu machen und Netzwerke für die Zukunft zu knüpfen.

Rückkehr nach Sinjar Sinjar (Şengal; Irak), November 2024

Eine Rückkehr nach elf bitteren Jahren

Elf Jahre sind vergangen, in denen ich die Seiten meines Lebens voller Schmerz umblätterte. Heute bin ich zurückgekehrt, nur um festzustellen, dass sich meine Wunden in die Steine meines Hauses eingebrannt haben. Von mir ist nichts geblieben, außer diesem Buch und meiner Tasche, die schwer an Erinnerungen trägt.

Die Befreiung - Ein Artikel der ZEIT
Medienbericht

Die Befreiung

Sie wurde mit zehn Jahren vom IS entführt und als Sklavin gehalten. Bei ihrer Rettung musste sie ihre Kinder zurücklassen. Heute wohnt die Jesidin Fawzia Sido in Deutschland. Wie lebt man mit diesem Schmerz?

Ein Bericht von Johanna Sagmeister und Maria Wölfle

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