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Über uns

Logo unseres Vereins Pena.ger e.V..

Entstehungsgeschichte


Die Gründung des Vereins Pena.ger e.V. [1] im Dezember 2023 erfolgte vor dem Hintergrund tiefgreifender haushaltspolitischer Kürzungen im Bereich der Migrationsberatung. Zugleich war sie eine Reaktion auf den tragischen Tod von Hogir Alay, einem jungen geflüchteten Kurden, dessen Geschichte exemplarisch für systemisches Versagen im Umgang mit Schutzsuchenden steht. Im November 2023 wurde er erhängt in einem Wald nahe seiner Unterkunft aufgefunden.

Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingeordnet – doch die genauen Umstände bleiben bis heute unklar. Zuvor hatte Hogir wiederholt vergeblich versucht, Unterstützung in seiner prekären Lebenssituation zu finden. Er litt unter Isolation, Perspektivlosigkeit und psychischem Druck: Zustände, die viele andere Geflüchtete in deutschen Sammelunterkünften ebenfalls erfahren.

Bild eines Buches
Hogir Alay

Unsere Arbeit verstehen wir nicht nur als Beratung, sondern als solidarische Intervention gegen institutionelle Gewalt, Isolation und das Wegsehen. Die Geschichte von Hogir Alay darf sich nicht wiederholen.

Der Tod von Hogir Alay ist für uns ein Symbol für ein System, das Schutzsuchende oftmals im Stich lässt. Sein tragisches Schicksal war für uns ein Weckruf: Niemand darf mit seiner Not allein bleiben. Die Gründung von Pena.ger e.V. war eine direkte Reaktion auf diese strukturellen Missstände, mit dem Ziel, Betroffene besser zu erreichen, frühzeitig Unterstützung zu bieten und Perspektiven zu eröffnen, wo Hoffnungslosigkeit vorherrscht.


[1] Der Name Pena.ger leitet sich aus den kurdischen Begriffen „Pena“ (Schutz, Hilfe) und „Ger“ (Suche, Suchender) ab und steht sinnbildlich für das zentrale Anliegen des Vereins: eine verlässliche, unterstützende Anlaufstelle für Schutzsuchende zu schaffen, die Orientierung im komplexen deutschen Asyl- und Unterstützungssystem bietet.