Islamistischer Angriff in Leipzig

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Ein von Pena.ger e.V. betreuter kurdischer Geflüchteter wurde in Leipzig Opfer eines islamistisch motivierten Messerangriffs. Wir verurteilen diese Gewalttat aufs Schärfste, fordern lückenlose Aufklärung und rufen zu Spenden für den rechtlichen Beistand des Betroffenen auf. Staatliche und strukturelle Schutzlücken müssen endlich geschlossen werden.

Pressemitteilung: Islamistisch motivierter Angriff auf einen von Pena.ger e.V. betreuten geflüchteten Kurden aus dem Iran (Rojhilat)

Hozan Wilat ist ein geflüchteter Kurde, der vor dreieinhalb Jahren aus dem Iran (Rojhilat) nach Deutschland kam. Er befindet sich derzeit im Anerkennungsprozess seiner Bildungsabschlüsse und verfügt über eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis. Aus Sicherheitsgründen wird sein Name anonymisiert.

Am Abend des 26. Januar 2026 wurde Hozan Wilat nahe dem „Bayerischen Bahnhof“ Opfer eines islamistisch motivierten Angriffs. Er sprach auf Kurdisch mit einem Freund über persönliche Themen, darunter auch Rojava. Zunächst kam es zu einer verbalen rassistischen Auseinandersetzung, anschließend wurde er aus der Straßenbahn gedrängt und mit einer Klingenwaffe attackiert.

Die Polizei ermittelt gegen einen 21-jährigen Tatverdächtigen mit syrischer Staatsangehörigkeit, der inzwischen wieder auf freiem Fuß ist; ein weiterer Tatbeteiligter flüchtete. Laut Zeugenaussagen versuchte Hozan Wilat, die Situation zu deeskalieren und einen Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Er erlitt schwere Verletzungen an Händen und Füßen, wurde operativ behandelt, sein Zustand ist stabil. Mehrere Zeugen wurden medizinisch betreut.

Der Angriff wurde polizeilich aufgenommen und eine Anzeige erstattet. Hozan Wilat hat jedoch keinen rechtlichen Beistand und keine institutionelle Unterstützung.

Die bundesweite Online-Beratungsstelle für Geflüchtete, Pena.ger e.V., unterstützt Hozan Wilat und fordert mehr Schutz für Geflüchtete. Menschen wie Hozan Wilat sind doppelt vulnerabel: Sie tragen die Folgen von Flucht und politischer Verfolgung und werden zugleich Ziel rassistischer und ideologisch motivierter Gewalt. Staatliche und strukturelle Schutzlücken erschweren den Zugang zu rechtlicher und psychosozialer Unterstützung.

Pena.ger e.V. fordert wirksame Schutzmechanismen, verlässliche Beratung und konsequente Strafverfolgung.

„Wir fordern eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung sowie wirksame Schutzmaßnahmen für geflüchtete Menschen in Deutschland. Auch sie sind hier von islamistischen Bedrohungen betroffen und benötigen konkrete Handlungsmöglichkeiten und Unterstützung! Neben dem Mangel an Schutz für Geflüchtete, die vor Islamismus fliehen, erleben wir zugleich eine politische und gesellschaftliche Normalisierung islamistischer Gewaltstrukturen. Wenn Regime wie in Syrien oder Afghanistan faktisch geduldet oder relativiert werden, sendet das ein fatales Signal auch nach innen.“

– Pena.ger e.V.

Unterstützung dringend benötigt

Um Hozan Wilat in diesem Prozess zu unterstützen, ist Pena.ger e.V. auf Spenden angewiesen:

  • Spendenzweck: Rechtsbeistand Minifond Penager
  • Konto: Pena.ger e.V.
  • IBAN: DE69 2805 0100 0096 3621 99
  • BIC: SLZODE22XXX
  • PayPal: paypal.me/penagerev

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